TENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation

Manche kennen die Behandlung mit einem tensgerät von ihrem Orthopäden. Oft werden diese Behandlungen auch vom Arzt verschrieben, wenn man zum Beispiel Probleme mit den Gelenken hat und die Schmerzen sehr stark  und chronischer Natur sind.  Ein Konsum von Medikamenten über einen längeren Zeitraum kann unter Umständen auch nicht immer gewünschte Wirkungen hervorrufen. Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation, kurz TENS, werden Reizstrom-Impulse über die Haut mit Elektroden an das Nervensystem gesendet. Die Nerven arbeiten mit Impulsen, die von Zelle zu Zelle weitergeleitet werden. Die Behandlung mit dem tensgerät hört sich am Anfang schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist. Die meisten fühlen dabei eine Art prickeln oder kribbeln. Wer etwas sensibler ist, der kann sogar eine Art angenehmes Pieksen wahrnehmen. Diese Impulse haben eine angenehme Nebenwirkung, manche fühlen sich danach entspannt und andere können sogar wunderbar schlafen. Bei der TENS-Behandlung unterscheidet man zwei verschiedene Methoden. Der Ausstoß von Hormonen wird durch die Behandlung mit niedriger Frequenz und hoher Intensität des Reizstroms verursacht. Die Glückshormone Dopamin, Serotonin und viele andere Stoffe werden dann im Körper frei. Dabei können Schmerzen blockiert und Glücksgefühle hervorgerufen werden. Bei der Behandlung mit hoher Frequenz und niedriger Intensität erreicht man die sogenannte „Kontrollschrankentheorie“. Dabei werden die Schmerzrezeptoren im Gehirn so blockiert, dass die Schmerzen sogar komplett weg sind. Diese Methode wird vor allem bei chronischen Schmerzen angewandt. Der Vorteil für die Patienten ist, sie müssen so gut wie keine Schmerzmittel mehr zu sich nehmen. Man hat inzwischen herausgefunden, dass  je nach Schmerz-Art etwa 30% bis 80% der behandelten Schmerzen-Patienten mit Hilfe eines tensgerätes wirksam geholfen werden kann.


 
 
 

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