Keine Glassplitter im Kautabak!
Im Kautabak sind Glassplitter! Wenn Sie diese Aussage hören, widersprechen Sie bitte nachdrücklich, denn dieser alte Irrglaube über Kautabak hält sich seit Jahrzehnten hartnäckig. Er entbehrt aber jeglicher Grundlage und es wird Zeit, dass mit dieser falschen Meinung über Kautabak endlich einmal aufgeräumt wird. Wenn nun überzeugte Anhänger der Glassplitter-Theorie einwenden, dass man die gefährlichen Splitter doch mit bloßem Auge sehen könne, dann entgegnen Sie bitte, dass es sich bei den glitzernden Partikeln im Kautabak nicht um Glas, sondern um Salz handelt! Das Salz muss im Kautabak sein, denn es bewirkt eine Beeinflussung des pH-Wertes der Mundschleimhaut. Dadurch kann das Nikotin besser aufgenommen werden, was ohne Salz nicht oder fast nicht möglich wäre. Bei frisch gekauftem Kautabak ist es übrigens optisch fast nicht wahrnehmbar. Erst, wenn das Salz im Snus Kautabak aufgrund einer längeren Lagerung kristallisiert, kann es bei günstiger Lichteinstrahlung auffallen. Wenn es also im Snus glitzert und funkelt, kann es sich nur um Salz handeln und auf gar keinen Fall um Glassplitter. Verfechter dieser Theorie behaupten, die Glassplitter im Snus wären dafür verantwortlich, dass der Konsument das Nikotin leichter aufnehmen kann. Da wird eine Wahrheit mit Phantasie vermischt, denn wie schon ausgeführt, ist es das Salz, welches indirekt dafür verantwortlich ist. Salz im Snus und der pH-Wert im Mund haben einen direkten Zusammenhang, was sich wiederum auf die Intensität der Nikotinkonzentration auswirkt, die vom Organismus aufgenommen werden kann. Nur mit dem Unterschied, dass Salz im Snus völlig ungefährlich ist, was man von Glassplittern nicht gerade behaupten könnte – aber zum Glück ist das ja nur ein Märchen.
