Sollten Fondsinvestments als Einmalanlage oder lieber als Sparplan getätigt werden?
Wer vor der Entscheidung steht, Fondsanteile auf „einen Streich“ oder doch lieber als Sparplan mit regelmäßigen (z.B. monatlichen) Einzahlungen zu erwerben, sollte sich folgenden Sachverhalt vor Augen führen: Das Timing – egal bei welcher Anlageform – ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Anlage! Es ist nahezu unmöglich, im Voraus den günstigsten Zeitpunkt für den Anteilserwerb oder die Veräußerung zu bestimmen. Kauft man die gewünschten Fonds Anteile nun als Einmalkauf zu einem Zeitpunkt, der sich im Nachhinein als ungünstig herausstellt, läuft man der Performance oft sehr lange hinterher. Teilt man den Anlagebetrag nun durch z.B. einen regelmäßigen Fondssparplan auf, so ergibt sich ein sog. „Cost-Average-Effekt“. Beispiel: Anleger A kauft ein Jahr lang monatlich für 50 EUR Fondsanteile auf den deutschen Markt, Anleger B kauft am 1. Januar für die gesamte Summe von 600 EUR Fondsanteile. Sieht man sich nun einmal die durchschnittliche monatliche Entwicklung für den DAX seit Bestehen an, sieht man eine große Schwankungsbreite. Im April z.B. ein Durchschnittsplus von 3,4%, im September z.B. -4,2%. Diese Schwankungsbreiten können je nach Investitionstyp (Aktien, Anleihen, Derivate etc.) sogar noch höher ausfallen. Anleger A kauft immer am Monatsanfang für genau 50 EUR Anteile hinzu, d.h. bei einem hohen Kurs wenig Anteile, bei niedrigen Kursen mehr Anteile. Am Jahresende hat Anleger B immer noch die gleiche Anteilzahl wie am Jahresanfang, Anleger A jedoch hat durch die vermehrten Käufe bei niedrigeren Kursen mehr Anteile zur Verfügung. Dieser Effekt lässt sich beliebig auf die Zukunft erweitern. Es ist grundsätzlich immer richtig, bei höheren Preisen weniger zu kaufen und bei niedrigeren Kursen dementsprechend mehr!
