Verdorbener Wein

Korkgeschmack verdirbt den Wein?

Ein Albtraum eines jeden Wein-Freundes, der Wein ist verdorben durch einen muffigen Fehlton im Geschmack. Angeblich sollen Weißweine wie Riesling oder Chardonnay wesentlich anfälliger für den schlechten Geschmack sein. Untersuchungen zu Folge werden jährlich Wein im Wert von knapp 150 Millionen Euro in den Abfluss geschüttet. Grund hierfür ist der Geschmack nach Kork in dem Wein. Doch laut einer Studie ist der Korken gar nicht der Übeltäter für den fiesen Geschmack im Wein. Denn auch durch den Ersatz von Naturkork durch Plastikkorken lässt sich dieses Phänomen scheinbar nicht vermeiden.

Andere Fehltöne im Wein

Die geschmackliche Verunreinigung von Wein entsteht durch ein früher oft verwendetes Holzschutzmittel, Pentachlorphenol (PCP). Die in alten Kellern vertretenden Schimmelpilze reagieren mit dem PCP zu Trichloranisol (TCA). Das TCA lagert sich an alle Arten organischer Materie, wie auch Kunststoffkorken oder Utensilien zu Wein-Filtration an, und verursacht den Korkgeschmack. Das Problem des verunreinigten Wein´s führt zu einem hohen Kostenaufwand für die Wein-Hersteller, vor allem für kleine und mittelständische Winzer, die oftmals nicht das Geld haben ihre Wein-Keller komplett sanieren zu lassen. Denn auch gerade diese Winzer stellen auf Grund ihrer Produktionsverfahren hervorragenden Wein her. Das Risiko einer Verunreinigung liegt bei knapp 3%. Also ist es für den einzelnen Winzer eine Kosten-Nutzen Analyse den Wein-Keller sanieren zu lassen oder nicht.

Aber auch der Korken kann für die Verunreinigung verantwortlich sein. Denn der Kork kann ebenfalls mit chlorhaltigen Schadstoffen in Verbindung gebracht werden, wenn der Kork vor der Verarbeitung zum Flaschenkorken nicht ausreichend gereinigt wurde.

Ein weiteres Risiko der chemischen Verunreinigung und somit der falschen Geschacksentwicklung vom Wein vermuten Experten in Verwendung von Flamm-und Pilzschutzmitteln, die Brom enthalten. Ist Holz mit diesem Flammschutzmitteln imprägniert, ist es ein leichtes, dass der Wirkstoff den Kork und somit auch in dem Wein-Korken diffundiert.

Heiko Konrad (heiko.konradt@googlemail.com)


 
 
 

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